Rückrufe erreichen die Menschen nicht, für die sie gefährlich sind.
Angelus Vit warnt immungeschwächte Patientinnen und Patienten, wenn ein Lebensmittel zurückgerufen wird, das sie bereits gekauft haben. Auch Tage nach dem Einkauf.
Ein Rückruf ist für die meisten ein Ärgernis. Für manche eine Klinikeinweisung.
Nach einer Chemotherapie, nach einer Organtransplantation oder bei einer Autoimmunerkrankung ist die körpereigene Abwehr geschwächt. Listerien oder Salmonellen, die gesunde Menschen kaum bemerken, führen dann zu schweren Infektionen.
Die Information selbst ist öffentlich. Bund und Länder veröffentlichen jeden Rückruf auf lebensmittelwarnung.de, laufend mehrere hundert aktive Meldungen allein für Lebensmittel. Nur schaut dort niemand täglich nach. Und wer im Supermarkt steht, hat die Meldung von vorletzter Woche ohnehin nicht im Kopf.
Diese Lücke zwischen Veröffentlichung und Betroffenen zu schließen, ist die einzige Aufgabe von Angelus Vit.
Drei Schritte, von denen zwei ohne Zutun ablaufen.
Scannen
Barcode des Produkts mit der Handykamera erfassen, Chargennummer von der Verpackung dazu. Das übernimmt auch die Tochter, die für ihre Mutter einkauft.
Hinterlegt lassen
Das Produkt wird nicht nur einmal geprüft, sondern bleibt gespeichert. Jede neue Rückrufmeldung der Behörden wird automatisch gegen die gespeicherten Einkäufe abgeglichen.
Gewarnt werden
Taucht das Produkt später in einem Rückruf auf, kommt die Warnung aufs Handy, auch bei geschlossener App. Mit der Rückfrage, ob bereits verzehrt wurde, und dem Hinweis, die behandelnde Klinik zu informieren.
Kein Produktkatalog ist je vollständig. Deshalb zwei Wege statt einem.
Jedes Jahr kommen rund 40.000 Lebensmittel neu in den deutschen Handel, während etwa ebenso viele verschwinden. Jede Produktdatenbank läuft dieser Bewegung hinterher, auch die kommerziellen.
Die Zahl der Einträge übersteigt die Zahl der Produkte am Markt, weil auch ausgelaufene und importierte Ware erfasst ist. Vollständigkeit folgt daraus nicht: Manche Einträge bestehen nur aus einem Barcode ohne verwertbaren Produktnamen.
Darum erkennt Angelus Vit ein betroffenes Produkt auf zwei voneinander unabhängigen Wegen. Der erste führt über den Barcode und den Produktnamen. Der zweite über die Chargennummer, die in der amtlichen Rückrufmeldung ohnehin steht und keinen Datenbankeintrag voraussetzt. Fällt der erste Weg aus, trägt der zweite.
Ein funktionsfähiger Prototyp. Kein fertiges Produkt.
Der Prototyp läuft, arbeitet mit den echten amtlichen Rückrufdaten und lässt sich vorführen. Was noch fehlt, steht hier genauso offen wie das, was schon funktioniert.
Funktioniert bereits
- Barcode-Erfassung über die Handykamera
- Abgleich gegen die amtlichen Rückruf-Feeds von Bund und Ländern
- Zweiter Erkennungsweg über die Chargennummer, ohne Produktdatenbank
- Gespeicherte Einkäufe mit laufendem Abgleich
- Push-Warnung bei geschlossener App
- Ernährungshinweise für geschwächte Abwehr
Offen und ungeklärt
- Trefferquote beider Erkennungswege ist noch nicht gemessen
- Nutzungsrechte an den Rückrufdaten sind zu klären
- Kein klinischer Partner, keine medizinische Freigabe der Inhalte
- Datenschutzkonzept für den Pilotbetrieb steht aus
Wer jetzt gebraucht wird.
Kliniken und Ambulanzen
Onkologie, Transplantationsmedizin, Immunologie. Die entscheidende Frage zuerst: Taucht dieses Problem im Versorgungsalltag überhaupt auf? Ein Gespräch von zwanzig Minuten genügt für den Anfang.
Medizinische Begleitung
Fachliche Einordnung der Warnlogik und Freigabe der Ernährungshinweise, die im Prototyp bisher Platzhalter sind.
Technische Umsetzung
Entwicklung und Verantwortung für den Schritt vom Prototyp in einen Pilotbetrieb mit echten Patientendaten.
Der Prototyp lässt sich in zehn Minuten zeigen.
Für eine Vorführung genügt eine kurze Nachricht. Rückfragen zur Datenlage, zur Technik oder zum geplanten Weg in die Versorgung sind ausdrücklich willkommen.