✛Angelus Vit Prototyp · Projektstand September 2026

Rückrufe erreichen die Menschen nicht, für die sie gefährlich sind.

Angelus Vit warnt immungeschwächte Patientinnen und Patienten, wenn ein Lebensmittel zurückgerufen wird, das sie bereits gekauft haben. Auch Tage nach dem Einkauf.


Das Problem

Ein Rückruf ist für die meisten ein Ärgernis. Für manche eine Klinikeinweisung.

Nach einer Chemotherapie, nach einer Organtransplantation oder bei einer Autoimmunerkrankung ist die körpereigene Abwehr geschwächt. Listerien oder Salmonellen, die gesunde Menschen kaum bemerken, führen dann zu schweren Infektionen.

Die Information selbst ist öffentlich. Bund und Länder veröffentlichen jeden Rückruf auf lebensmittelwarnung.de, laufend mehrere hundert aktive Meldungen allein für Lebensmittel. Nur schaut dort niemand täglich nach. Und wer im Supermarkt steht, hat die Meldung von vorletzter Woche ohnehin nicht im Kopf.

Samstag Einkauf Das Produkt landet im Kühlschrank. Zu diesem Zeitpunkt ist nichts bekannt.
Dienstag Rückruf gemeldet Der Hersteller ruft die Charge zurück, die Behörde veröffentlicht die Meldung.
Mittwoch Niemand hat es erfahren Das Produkt wird verzehrt. Die Warnung existiert, sie ist nur nie angekommen.

Diese Lücke zwischen Veröffentlichung und Betroffenen zu schließen, ist die einzige Aufgabe von Angelus Vit.


Wie es funktioniert

Drei Schritte, von denen zwei ohne Zutun ablaufen.

1

Scannen

Barcode des Produkts mit der Handykamera erfassen, Chargennummer von der Verpackung dazu. Das übernimmt auch die Tochter, die für ihre Mutter einkauft.

2

Hinterlegt lassen

Das Produkt wird nicht nur einmal geprüft, sondern bleibt gespeichert. Jede neue Rückrufmeldung der Behörden wird automatisch gegen die gespeicherten Einkäufe abgeglichen.

3

Gewarnt werden

Taucht das Produkt später in einem Rückruf auf, kommt die Warnung aufs Handy, auch bei geschlossener App. Mit der Rückfrage, ob bereits verzehrt wurde, und dem Hinweis, die behandelnde Klinik zu informieren.


Datengrundlage

Kein Produktkatalog ist je vollständig. Deshalb zwei Wege statt einem.

Jedes Jahr kommen rund 40.000 Lebensmittel neu in den deutschen Handel, während etwa ebenso viele verschwinden. Jede Produktdatenbank läuft dieser Bewegung hinterher, auch die kommerziellen.

170.000 Lebensmittel sind auf dem deutschen Markt gleichzeitig verfügbar Lebensmittelverband Deutschland
427.000 Einträge führt die genutzte offene Produktdatenbank für Deutschland Open Food Facts, Stand September 2026

Die Zahl der Einträge übersteigt die Zahl der Produkte am Markt, weil auch ausgelaufene und importierte Ware erfasst ist. Vollständigkeit folgt daraus nicht: Manche Einträge bestehen nur aus einem Barcode ohne verwertbaren Produktnamen.

Darum erkennt Angelus Vit ein betroffenes Produkt auf zwei voneinander unabhängigen Wegen. Der erste führt über den Barcode und den Produktnamen. Der zweite über die Chargennummer, die in der amtlichen Rückrufmeldung ohnehin steht und keinen Datenbankeintrag voraussetzt. Fällt der erste Weg aus, trägt der zweite.


Projektstand

Ein funktionsfähiger Prototyp. Kein fertiges Produkt.

Der Prototyp läuft, arbeitet mit den echten amtlichen Rückrufdaten und lässt sich vorführen. Was noch fehlt, steht hier genauso offen wie das, was schon funktioniert.

Funktioniert bereits

  • Barcode-Erfassung über die Handykamera
  • Abgleich gegen die amtlichen Rückruf-Feeds von Bund und Ländern
  • Zweiter Erkennungsweg über die Chargennummer, ohne Produktdatenbank
  • Gespeicherte Einkäufe mit laufendem Abgleich
  • Push-Warnung bei geschlossener App
  • Ernährungshinweise für geschwächte Abwehr

Offen und ungeklärt

  • Trefferquote beider Erkennungswege ist noch nicht gemessen
  • Nutzungsrechte an den Rückrufdaten sind zu klären
  • Kein klinischer Partner, keine medizinische Freigabe der Inhalte
  • Datenschutzkonzept für den Pilotbetrieb steht aus

Gesucht

Wer jetzt gebraucht wird.

Kliniken und Ambulanzen

Onkologie, Transplantationsmedizin, Immunologie. Die entscheidende Frage zuerst: Taucht dieses Problem im Versorgungsalltag überhaupt auf? Ein Gespräch von zwanzig Minuten genügt für den Anfang.

Medizinische Begleitung

Fachliche Einordnung der Warnlogik und Freigabe der Ernährungshinweise, die im Prototyp bisher Platzhalter sind.

Technische Umsetzung

Entwicklung und Verantwortung für den Schritt vom Prototyp in einen Pilotbetrieb mit echten Patientendaten.


Kontakt

Der Prototyp lässt sich in zehn Minuten zeigen.

kontakt@angelusvit.de

Für eine Vorführung genügt eine kurze Nachricht. Rückfragen zur Datenlage, zur Technik oder zum geplanten Weg in die Versorgung sind ausdrücklich willkommen.